Trennungs- und Scheidungskindergruppe ab September 2017

Die nächste Gruppe startet September 2017. Die Gruppe wird aus 6-8 Kindern, im Alter von 8 bis 10 Jahren, bestehen. Sie soll am 25.09.2017 mit einer Schnupperstunde beginnen, danach können sich die Kinder entscheiden, ob sie weiter teilnehmen wollen. Die Gruppe läuft dann montags von 16.00 bis 17.30 Uhr (außer in den Herbst- und Winterferien)

Zappzarapp und Co - Die Gruppe für Trennungs- und Scheidungskinder

Die nächste Gruppe startet September 2017. Die Gruppe wird aus 6-8 Kindern, im Alter von 8 bis 10 Jahren, bestehen. Sie soll am 25.09.2017 mit einer Schnupperstunde beginnen, danach können sich die Kinder entscheiden, ob sie weiter teilnehmen wollen. Die Gruppe läuft dann montags von 16.00 bis 17.30 Uhr (außer in den Herbst- und Winterferien).

Drei begleitende Elternabende sind vorgesehen. Interessierte wenden sich bitte an unser Sekretariat: 069 30038999-0 oder erziehungsberatung(at)ifz-ev.de.

Eine Anmeldung und ein Vorgespräch mit einem Elternteil und dem Kind sind erforderlich.

"Abenteuer-Kids", "Zappzarapp", "Power-Kids", diese Namen für Kindergruppen sprechen eher für Unternehmungsgeist, Elan und Pfeffer als für triefnäsige, in sich gekehrte Traurigkeit. Und in der Tat, unsere Trennungs- und Scheidungskindergruppen, die wir seit ein paar Jahren regelmäßig anbieten, sind voller Lebendigkeit und - jede auf ihre Weise - immer wieder neu und originell.

Zwar arbeiten wir nach einem stark durchstrukturierten Programm (Gruppen­interventionsprogramm von FTHENAKIS), aber was sich in den 13 Gruppenstunden + 1 Schnupperstunde zum Kennenlernen ereignet, ist mit den Programmelementen nur unzureichend beschrieben. Viele 'Spezialitäten' unserer Arbeit (z.B. Arbeit mit Video) haben sich hinzugesellt, vorgesehene Übungen werden überarbeitet und den Bedürfnissen der Kinder entsprechend verändert. Nach einem Vorgespräch mit Eltern(-teil) und Kind, in dem wir die Ziele der Gruppe erklären und die Motivationslage der Kinder und Eltern abklären, gibt es dann die Schnupperstunde für alle interessierten Kinder.

Zwar gibt es immer ein paar mutige, aber die meisten Kinder kommen doch eher schüchtern und zurückhaltend, um dann in der Gruppe zu erfahren, wie aufregend und entlastend es sein kann, über dieses Thema Trennung mit anderen Betroffenen reden zu können, zu spielen und Spaß zu haben. Am Ende dieser Schnupperstunde fällt dann jede/r die Entscheidung, "Will ich weiter mitmachen oder nicht?" Fast immer ist die Entscheidung positiv, heißt dann aber auch, dass die Gruppe bis zum Ende fest zusammen bleibt. Und dann geht's los: Das Kennenlernen in der Gruppe mit gemeinsamen Ritualen, dem Suchen eines Gruppennamens und dem Verankern des Gruppenablaufs mit Gruppen- und Entspannungsübungen, Arbeitseinheiten und Spiel- und Erholungsphasen, das Vereinbaren von Schweigepflicht nach außen (auch gegenüber den Eltern), all diese Elemente tragen zum Zusammenwachsen der Gruppe bei. Inhaltlich betrachten wir die familiäre Lebenssituation der Kinder, ihre daraus erwachsenden Fragen und Nöte und forschen gemeinsam nach Geheimnissen, die jeder so mit sich rumschleppt und sich nicht zu sagen traut.

Dann geht es um das Erkennen und Bearbeiten der Gefühle der Betroffenen. Schließlich stellen wir in Rollenspielen 'typische' oder auch ganz spezielle Konflikte von Trennungs- und Scheidungskindern in ihrer Familie dar und suchen nach Lösungen und Bewältigungsmöglichkeiten. Perspektiven und Zukunftswünsche führen dann schon langsam zum Gruppenende mit der oft sehr schmerzlichen, aber notwendigen Erkenntnis, dass viele Wünsche nicht in Erfüllung gehen können und dass wir von ihnen Abschied nehmen müssen, um frei zu sein für neue Zukunftsperspektiven.

Und genau diese stehen dann am Ende der Gruppe: "Was kann ich ändern?" - "Wie kann ich meine Wünsche im Dschungel der Interessen der Erwachsenen erkennen und benennen?" Und am Schluss nehmen wir Abschied voneinander, zeigen uns noch mal, was wir in der Gruppe alles gelernt haben.

Die wichtigsten Gruppenereignisse werden in einer Zeitung dargestellt, die Kinder und Gruppenbetreuer/in erarbeitet haben. Die Zeitung ist das gemeinsame Produkt, das die Kinder immer mal wieder zur Hand nehmen können, das sie aber auch prima an Omas, Opas, Klassenlehrerin oder FreundInnen weitergeben können. Ach ja, da gibt es noch drei Elternabende, während die Kindergruppe läuft. Mit einzelnen Elternteilen, erfreulicherweise aber auch immer häufiger mit getrennt lebenden Eltern, die gemeinsam dorthin kommen.

Das ist eine wichtige Ergänzung zur Gruppe, denn Eltern können sehr viel dazu beitragen, dass die Arbeit der Kindergruppe im Alltag auf fruchtbaren Boden fällt. Manchmal dürfen die Eltern auch (natürlich nur mit Erlaubnis der Kinder) die Videos sehen, in denen die Kinder familiäre Konflikte und ihre Lösung spielen. Da wird es dann in der Elterngruppe oft ganz spannend, denn jede/r erkennt sich irgendwo wieder und macht sich so seine Gedanken, dass die Kinder doch viel mehr aufnehmen und mitbekommen, als man so denkt. Aber schockierende Ereignisse haben ja oft eine heilsame Wirkung. Wir freuen uns schon auf die Gruppe.